Stein von Rosette |
Kurze Geschichte zur Entzifferung der HieroglyphenBei der Entschlüsselung der Hieroglyphen hatte Jean Francois Champollion den mit Abstand größten Anteil. Schon vor ihm haben sich verschiedene Gelehrte an der Entzifferung versucht und den Grundstock gelegt. Abbé Barthélemy, Carsten Niebuhr, Etienne de Quatremére, Silvestre de Sacy und der Physiker Thomas Young. Champollion war der erste, der das System dieser Schriftzeichen verstand und umsetzte. 1821 veröffentlichte er die Ergebnisse seiner 13 jährigen Arbeit am Stein von Rosetta. An Hand der Nameskatusche des Ptolemaios und des Namens der Königen Kleopatra konnte er die ersten Schriftzeichen deuten und somit die Grundlage zur Entzifferung der Hieroglyphen voran treiben. Heute kennt man etwa 6000 Schriftzeichen. Jean Francois Champollion wurde am 23. Dezember 1790 in Figeac, als Sohn eines Buchhändlers geboren. Schon mit 15 Jahren schrieb er sich in der Akademie der Wissenschaften in Grenoble, als Student ein. Als 19 jähriger arbeitete er dort als Geschichtsproffessor. Da er überzeugter Napoleon Anhänger war und dieses auch öffentlich bekundete wurde er, wie auch Bonaparte aus Frankreich verbannt und kehrte erst 1821 nach Paris zurück. Im Jahre 1822 erreichte Champollion endlich den Durchbruch bei der Entzifferung der Hieroglyphen und vervollständigte diese in den folgenden Jahren. Eine zweijährige Studienreisen nach Ägypten bestätigten seine bis dahin geführten Forschungen. Im März 1831 bekam er den ersten Lehrstuhl für Ägyptologie am Collége de France. Leider starb er schon ein Jahr später an den folgen einer Infektionskrankheit die er sich vermutlich in Ägypten zugezogen hat. |